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Misch- & Dosiersysteme für Kühlschmierstoffe

KSS-Misch- und Dosiersysteme: Konstante Emulsionen für prozesssichere Zerspanung

In vielen Fertigungsbetrieben existiert ein technologischer Bruch: Die Werkstücke werden auf hochpräzisen 5-Achs-Bearbeitungszentren zerspant, während die Versorgung mit Kühlschmierstoffen (KSS) manuell per Eimer oder über simple, starr angeschlossene Proportionalmischer erfolgt. Das Resultat dieses Vorgehens sind schwankende Füllstände, ungleiche KSS-Konzentrationen und Temperatursprünge im Medium. Die Folgen im Prozess sind messbar: verringerte Werkzeugstandzeiten, erhöhte Schaumbildung, biologisches Umkippen der Emulsion und im schlimmsten Fall thermisch bedingte Maßabweichungen am Bauteil.

Die KSS-Misch- und Dosiersysteme von FLACO ersetzen diesen fehleranfälligen Prozess durch eine maschinelle, reproduzierbare KSS-Versorgung. Mit einer aktiven, volumetrischen Dosierung stellen wir sicher, dass an jeder einzelnen Maschine exakt das Mischungsverhältnis ankommt, das für den jeweiligen Zerspanungsprozess benötigt wird – unabhängig vom Wasserdruck im Hallennetz.

Automatisieren Sie Ihre KSS-Logistik und senken Sie Ihre Betriebskosten dauerhaft. Sprechen Sie mit unseren Experten über Ihre Anforderungen.

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Das physikalische Problem: Druckschwankungen im Wassernetz

Die Qualität einer Emulsion entscheidet sich im Moment der Mischung. Herkömmliche Venturi-Mischer stoßen in der Praxis schnell an ihre physikalischen Grenzen. Wenn in der Produktionshalle Spänespülanlagen anlaufen oder mehrere Maschinen gleichzeitig KSS anfordern, fällt der Wasserdruck im Leitungsnetz unweigerlich ab. Ein starrer, ungeregelter Mischer zieht in diesem Moment proportional zu viel Konzentrat. Die Folge ist eine ungewollte Überfettung der Emulsion, die nicht nur die Werkzeugkühlung verschlechtert, sondern auch den Verbrauch von teurem KSS-Konzentrat unnötig in die Höhe treibt.


Die FLACO-Lösung: Aktive Volumetrie

Unsere Dosiersysteme entkoppeln das Mischverhältnis von den Schwankungen des Hauswassernetzes. Die Geräte- arbeiten mit einer aktiven, volumetrischen Messung. Der Wasservolumenstrom und das Konzentrat werden über separate Messkammern exakt erfasst. Eine elektronisch geregelte Pumpe dosiert das KSS-Konzentrat aktiv hinzu. Sinkt der Wasserdruck in der Leitung, drosselt die Systemsteuerung die Konzentratzufuhr in Echtzeit proportional herunter. Diese aktive Druckkompensation garantiert eine reproduzierbare, auf den zehntel Prozentpunkt genaue Emulsion und beendet die unwirtschaftliche Überdosierung im laufenden Betrieb.
 

Maschinenspezifische KSS-Versorgung: Das Baukastenprinzip

Zentrale KSS-Ringleitungen zwingen die gesamte Produktion meist auf eine einheitliche Konzentration. In der Praxis benötigt das schwere Schruppen von hochlegiertem Edelstahl jedoch eine deutlich fettere Emulsion als die leichte Aluminiumbearbeitung.
Unsere mobilen und hybriden Mischgeräte lösen diese Einschränkung auf und ermöglichen eine bedarfsgerechte, maschinenspezifische Dosierung direkt am Tank. Wir konfigurieren die Anlagen nach einem modularen Baukastenprinzip, passend zu Ihren Hallenwegen und Schichtmodellen

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Prozesssicherheit durch mechanischen Überlaufschutz

Ein überlaufender Maschinentank verursacht nicht nur Verunreinigungen und bindet Personalkapazitäten, sondern kostet durch den Verlust von Konzentrat, Bindemitteleinsatz und Entsorgung schnell dreistellige Beträge pro “Unfall”.
Um dies technisch auszuschließen, sind FLACO KSS-Mischsysteme mit einem automatischen Zapfventil ausgestattet. Anstatt auf elektronische Sensoren zu setzen, die in rauen, öligen Umgebungen oft fehleranfällig sind, nutzt unser System ein rein mechanisches Prinzip. Der Werker hängt das Ventil in den Maschinenadapter, der im Tank eingebaut ist, ein und startet den Füllvorgang. Sobald der KSS-Pegel die Fühlerbohrung an der Ventilöffnung verschließt, bricht der Unterdruck zusammen. Das Ventil schließt schlagartig und verlässlich. Das Personal kann die Maschine verlassen und parallel andere Rüsttätigkeiten durchführen, während der Tank autonom befüllt wird.

Audit-Sicherheit: Geführte TRGS 611 Dokumentation

Die Technische Regel für Gefahrstoffe (TRGS 611) verpflichtet Fertigungsbetriebe zur strengen Überwachung und Dokumentation der KSS-Parameter. In der Praxis werden Messwerte jedoch oft ungeprüft in handschriftliche Listen eingetragen, was bei Audits durch die Berufsgenossenschaft zu erheblichen Compliance-Risiken führt.
Die digital unterstützten FLACO-Systeme der pro- und max-Serien erzwingen eine valide Datenerfassung direkt an der Anlage. Das System arbeitet mit einer „blinden Neueingabe“: Alte Messwerte werden bewusst nicht auf dem Display angezeigt. Der Bediener muss die manuell ermittelten Ist-Werte für Nitrit, pH-Wert und Konzentration zwingend neu in die Steuerung eingeben. Erst wenn diese Parameter im System hinterlegt sind, gibt die Steuerung die Emulsionsabgabe frei. Alle Vorgänge – inklusive Bediener-ID, Maschinenkennung, Zeitstempel, Menge und Konzentration – werden rechtssicher protokolliert und können für Audits unkompliziert per USB exportiert werden

Machen Sie Ihre KSS-Logistik prozesssicher und messbar wirtschaftlich

Der Wechsel von manueller Eimer-Befüllung oder ungeregelten Mischern auf eine aktive volumetrische Dosiertechnik macht sich an Ihren Maschinen und in Ihrem Budget sofort bemerkbar. Durch exakte Konzentrationen senken Sie Ihren Konzentratverbrauch ab dem ersten Tag, maximieren die Standzeiten Ihrer Werkzeuge und entlasten Ihre Fachkräfte spürbar von unproduktiven Rüst- und Dokumentationszeiten.

Holen Sie Ihre KSS-Versorgung in die Gegenwart. Sprechen Sie mit unseren Anwendungstechnikern über Ihr Hallen-Layout und Ihre Schichtmodelle. Wir berechnen Ihnen transparent, welches FLACO-System zu Ihren Anforderungen passt und ab wann es sich für Ihre Fertigung amortisiert.

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Häufige Fragen zur KSS-Misch- und Dosiertechnik

Sind die Mischsysteme für alle Arten von KSS-Konzentraten geeignet?

Ja. Unabhängig davon, ob Sie mineralölbasierte, teilsynthetische oder vollsynthetische Kühlschmierstoffe einsetzen: Die FLACO-Systeme verarbeiten alle gängigen Medien. Während einfache Injektormischer bei hochviskosen (zähen) Konzentraten oft Probleme mit der Ansaugleistung haben, fördert unsere elektronisch geregelte Pumpe das Konzentrat aktiv in die Mischkammer. Das garantiert auch bei schwerfließenden Medien ein absolut homogenes und präzises Mischergebnis.

Kann die Anlage auch mit aufbereitetem Wasser (z. B. Umkehrosmose-Wasser) betrieben werden?

Absolut. Viele Fertigungen setzen mittlerweile auf entsalztes Wasser oder Umkehrosmose-Wasser (UO-Wasser), um Kalkseifenbildung zu verhindern und die Emulsionsstabilität zu erhöhen. Die wasserführenden Bauteile und Messkammern der FLACO-Mischsysteme bestehen aus korrosionsbeständigen, industrietauglichen Materialien, die problemlos dauerhaft mit aufbereitetem, demineralisiertem Wasser betrieben werden können.

Welcher Wartungsaufwand fällt bei einer aktiven volumetrischen Dosieranlage an?

Der Wartungsaufwand ist minimal und für das Instandhaltungspersonal leicht zu bewältigen. Da wir beim Überlaufschutz auf störanfällige Elektronik verzichten, entfällt das ständige Reinigen von Sensoren am Zapfventil. An der Anlage selbst müssen lediglich in regelmäßigen Abständen die integrierten Schmutzfilter (Wasser und Konzentrat) geprüft und bei Bedarf gespült werden, um die exakte Messgenauigkeit der Volumetrie dauerhaft zu erhalten.

Lassen sich die mobilen KSS-Mischer ohne Umbaumaßnahmen in bestehende Hallen integrieren?

Ein großer Vorteil der mobilen eco-, pro- und max-Serien ist ihre vollkommene Autarkie. Sie benötigen für diese Geräte weder Strom- noch Wasseranschlüsse direkt an der Werkzeugmaschine und müssen keine Rohrleitungen in der Halle verlegen. Sie können die Geräte sofort in bestehende Schichtabläufe integrieren. Lediglich für die hybriden ST-Modelle wird ein standardisierter Wasser-Zapfhahn in Reichweite des mitgelieferten Schlauchs benötigt.

Wie schnell rechnet sich die Anschaffung eines automatisierten KSS-Mischers?

In den meisten KMU-Fertigungen amortisiert sich ein FLACO-System innerhalb von 12 bis 18 Monaten. Der Return on Investment (ROI) setzt sich aus drei wesentlichen Faktoren zusammen: Erstens sinkt der Konzentratverbrauch messbar, da die chronische Überfettung durch Druckschwankungen entfällt. Zweitens reduzieren sich die Entsorgungskosten für gekippte Altemulsionen. Drittens gewinnen Ihre Fachkräfte wertvolle Rüstzeit zurück, da das System völlig autonom abzapft und die Dokumentation digital vorbereitet.

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Ob Einzelmaschine oder Großanlage – eine saubere Kühlschmierstoffversorgung ist ein Sicherheits- und Qualitätsfaktor, der Abläufe stabil hält, Mitarbeiter schützt und Ressourcen spart. Flaco entwickelt dafür Lösungen, die passen: sicher, dokumentiert und wirtschaftlich.

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Florian Mailänder
Produktmanager
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