In der Hochleistungszerspanung ist der Kühlschmierstoff (KSS) ein flüssiges Werkzeug, dessen Qualität direkt über die Maßhaltigkeit und die Werkzeugstandzeiten entscheidet. Manuelles Anmischen oder der Einsatz einfacher Injektor-Mischer führt oft zu unbemerkten Konzentrationsschwankungen. Der Grund: Passive Systeme reagieren sensibel auf Druckabfälle im Wassernetz oder veränderte Viskositäten des Konzentrats bei schwankenden Temperaturen.
FLACO-Dosiersysteme eliminieren diese Variablen durch aktive Volumetrie. Anstatt sich auf den variablen Netzdruck zu verlassen, misst ein integrierter Sensor den tatsächlichen Wasserdurchfluss. Eine präzise geregelte Pumpe speist das Konzentrat exakt proportional dazu ein. Das Ergebnis ist eine physikalisch homogene Emulsion, die exakt dem Soll-Wert entspricht – die Voraussetzung für reproduzierbare Standzeiten und minimale Stückkosten.
Warum aktive Volumetrie die Standzeit Ihrer Werkzeuge sichert
Der entscheidende Unterschied zwischen FLACO und herkömmlichen Systemen liegt in der Entkoppelung vom Wasserdruck. Während Venturi-Mischer bei Druckabfall im Leitungsnetz (z.B. durch parallele Entnahmen) „unterdosieren“, passen FLACO Geräte die Konzentratmenge im Millisekunden-Takt an den realen Wasserfluss an.
Diese Präzision hat einen oft unterschätzten Nebeneffekt auf die thermische Stabilität: Durch das regelmäßige Nachfüllen kleiner Mengen bleibt der Tankfüllstand konstant hoch. Ein hohes Flüssigkeitsvolumen puffert Temperaturschwankungen im Bearbeitungsprozess besser ab, was die thermische Ausdehnung der Werkstücke minimiert und die Präzision erhöht. Zudem reduziert das bedarfsgerechte Nachsetzen die Schaumbildung, da die Emulsion Zeit zum „Ruhen“ hat und die Pumpe keine Luft im Ansaugbereich ziehen kann.

