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In unseren Blogartikeln informieren wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten und Produktinnovationen von FLACO – und halten Sie darüber auf dem Laufenden.

Fluid-Dosiertechnik und Fluid Management Systeme: Grundlagen für die moderne Fertigung

Kühlschmierstoff ansetzen, Bettbahnöl nachfüllen oder Hydrauliköl aus einer Produktionsmaschine absaugen: Im Maschinenpark werden unterschiedliche Medien bewegt, doch die Aufgaben klingen zunächst ähnlich. Erst beim Blick auf den konkreten Ablauf zeigen sich die technischen Unterschiede. Wassermischbarer Kühlschmierstoff muss aus Wasser und Konzentrat im vorgegebenen Verhältnis entstehen. Maschinenöl wird gebrauchsfertig abgegeben. Bei einem Fluidwechsel kommt die Aufnahme des gebrauchten Öls hinzu.

Fluid-Dosiertechnik sorgt dafür, dass das jeweilige Medium in der benötigten Zusammensetzung und Menge an der Maschine ankommt. Ein durchdachtes Fluidmanagement ordnet die passenden Geräte, Versorgungswege und Befülldaten diesem Ablauf zu. FLACO bietet dafür mobile und stationäre KSS-Systeme, mobile Ölbefüllgeräte sowie Systeme zum Absaugen und Befüllen geeigneter Maschinenöle.

Sie möchten Ihre KSS- und Ölversorgung technisch klarer organisieren? FLACO stimmt Medium, benötigte Funktion, Mengenbedarf, Versorgungsweg und Datenausstattung auf Ihren Maschinenpark ab.

Fluidtechnik passend auswählen

Was ist Fluid-Dosiertechnik?

Fluid-Dosiertechnik umfasst die kontrollierte Bereitstellung einer Flüssigkeitsmenge oder eines festgelegten Mischungsanteils. Bei wassermischbaren Kühlschmierstoffen steuert sie das Verhältnis zwischen Wasser und KSS-Konzentrat. Bei gebrauchsfertigen Maschinenölen betrifft die Dosierung die abgegebene Ölmenge.

Fördern, Dosieren, Mischen, Befüllen und Absaugen bezeichnen unterschiedliche Funktionen. Eine Pumpe bewegt das Medium. Die Dosierung legt Anteil oder Menge fest. Beim Mischen werden mehrere Komponenten zusammengeführt. Das Befüllsystem überträgt das Medium aus dem Vorrat in den Maschinentank. Ein Absaugsystem nimmt gebrauchtes Öl aus der Maschine auf.

Fluidmanagement beschreibt den übergeordneten Umgang mit diesen Vorgängen. Dazu gehören die Auswahl geeigneter Systeme, die Bereitstellung der Medien, geregelte Arbeitsabläufe und eine zum betrieblichen Bedarf passende Datenerfassung. 


Welche Aufgabe muss das Fluidsystem erfüllen?

Die Bezeichnung „Fluid“ sagt noch wenig über die benötigte Technik aus. Maßgeblich sind das konkrete Medium und der geplante Arbeitsgang. Ein KSS-Mischsystem löst eine andere Aufgabe als ein Ölbefüllgerät oder ein kombiniertes Absaug- und Befüllsystem.

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Ein System darf nur für Medien und Betriebsbedingungen eingesetzt werden, für die es ausgelegt ist. Viskosität, Temperatur und Flammpunkt beeinflussen die Eignung der Pumpentechnik und die erreichbare Förderleistung. Bei KSS-Systemen kommen die Anforderungen an Konzentrat, Wasserzufuhr und Mischbereich hinzu.

Fluid-Dosiertechnik für wassermischbare Kühlschmierstoffe

Wassermischbare Kühlschmierstoffe werden für den Einsatz in der Werkzeugmaschine aus Wasser und KSS-Konzentrat hergestellt. Beim Nachfüllen muss die Konzentration der neuen Mischung zum Zustand der vorhandenen Emulsion und zu den betrieblichen Vorgaben passen. Direktes Nachgießen einzelner Komponenten ersetzt keinen kontrollierten Mischvorgang.

So regeln FLACO-KSS-Systeme das Mischungsverhältnis

Bei den FLACO-KSS-Systemen dient der tatsächlich fließende Wasserstrom als Regelgröße. Die Steuerung passt die Fördermenge der Zahnradpumpe für das Konzentrat daran an. Zwei Messkammern unterstützen die fortlaufende volumetrische Regelung. Die serienmäßigen Systeme decken einen einstellbaren Konzentrationsbereich von etwa 1 bis 9,9 Prozent ab. Das verwendete Konzentrat muss innerhalb des für das Gerät freigegebenen Viskositätsbereichs liegen.

Das fertige Gemisch gelangt über den Abgabeschlauch in den Maschinentank. Bei entsprechend ausgestatteten Geräten lässt sich die Abgabemenge vorwählen. Ein Automatik-Zapfventil mit mechanischer Venturi-Abschaltung beendet die Abgabe am vorgesehenen Füllstand. Dafür muss der passende Maschinenadapter korrekt montiert sein. 

Was die KSS-Geräte dokumentieren

Die pro- und max-Ausführungen können je nach Konfiguration Datum und Uhrzeit, Nachfüllmenge, Konzentration der Nachfüllmischung und Vorwahlmenge erfassen. Bedienperson und Maschine lassen sich dem Vorgang zuordnen. Die Daten können per USB im CSV-Format ausgelesen werden.

pH-Wert, Nitrit, Nitrat und Ist-Konzentration der Emulsion ermitteln die Geräte nicht selbst. Diese Werte werden mit geeigneten Prüfmitteln am Maschinentank bestimmt. Bei entsprechender Ausstattung können extern ermittelte Werte manuell eingegeben und zusammen mit den Befülldaten gespeichert werden. 

Maschinenöle kontrolliert an der Maschine bereitstellen

Schneid-, Bettbahn- und Hydrauliköle werden gebrauchsfertig gefördert. Eine Mischfunktion wird dafür nicht benötigt. Im betrieblichen Ablauf zählen die Eignung des Geräts für das Öl, die benötigte Abgabemenge, das verwendete Gebinde und die gewünschte Datenerfassung.

FLACOlube basic für die mengenmäßig erfasste Abgabe

FLACOlube basic ist ein mobiles, akkubetriebenes Befüllsystem für geeignete Mineralölprodukte wie Schneid-, Bettbahn- und Hydrauliköl. Ein Durchflussmengenzähler zeigt die abgegebene Menge an. Die Abgabe wird manuell gestartet und beendet. Eine automatische Speicherung der Befülldaten gehört nicht zum Funktionsumfang der basic-Ausführung.

FLACOlube pro mit Mengenvorwahl und Dokumentation

FLACOlube pro ergänzt die mobile Ölabgabe um eine digitale Steuerung. Die gewünschte Menge kann vor dem Befüllen eingegeben werden. Das System dokumentiert Abgabemenge, Datum und Uhrzeit. Angaben zu Bedienperson, Maschine und Ölsorte können dem Vorgang zugeordnet werden. Die gespeicherten Daten lassen sich per USB als CSV-Datei auslesen.

Beide Ausführungen sind für geeignete Mineralölprodukte bis 350 mm²/s Viskosität und mit einem Flammpunkt oberhalb von 55 °C vorgesehen. Die Abgabeleistung beträgt abhängig von der Viskosität etwa drei bis fünf Liter pro Minute. 

Wann wird eine Absaugfunktion benötigt?

Beim einfachen Nachfüllen verbleibt das vorhandene Öl in der Maschine. Ein Ölwechsel verlangt einen zweiten Prozessschritt: Das gebrauchte Medium muss aufgenommen werden, bevor frisches Öl eingefüllt wird. FLACOfluid PS/200 verbindet beide Aufgaben in einem mobilen Gerät. Es ist für das Absaugen und Befüllen geeigneter Hydraulik- und Schmieröle an Produktionsmaschinen konzipiert.

Die Förderrichtung lässt sich über ein 4/2-Wegeventil umschalten. Abhängig von der Viskosität erreicht das Gerät eine Förderleistung von bis zu 90 Litern pro Minute. Freigegeben sind Öle bis 100 mm²/s, einer Temperatur von maximal 40 °C und einem Flammpunkt oberhalb von 55 °C. Das System arbeitet mit 230 Volt und besitzt einen 200-Liter-Kunststoffbehälter.

Damit deckt FLACOfluid PS/200 größere Transfer- und Ölwechselaufgaben ab. FLACOlube ist auf das mobile, mengenmäßig kontrollierte Nachfüllen von Maschinenölen ausgerichtet.

Mobile oder stationäre Fluidversorgung?

Mobile Systeme bringen Medium, Pumpe und Abgabetechnik zur jeweiligen Maschine. Sie eignen sich für räumlich verteilte Befüllstellen und wechselnde Einsatzorte. FLACOlube und FLACOfluid PS/200 gehören ebenso in diese Kategorie wie die mobilen KSS-Systeme KSS 200/60.

Bei KSS hängt die Mobilität zusätzlich von der Wasserversorgung ab. KSS 200/60 führt Wasser und Konzentrat auf dem Fahrgestell mit. KSS ST/200 und KSS 2ST/200 nutzen einen bauseitigen Wasseranschluss. Die stationäre KSS MS pro bleibt an einem festen Versorgungspunkt.

Die Auswahl richtet sich nach den tatsächlichen Wegen und Anschlüssen im Betrieb:

  • Welches Medium soll gefördert, gemischt oder abgesaugt werden?
  • Welche Menge fällt pro Vorgang und Arbeitsschicht an?
  • Wo stehen Vorratsgebinde, Wasseranschluss und Zielmaschine?
  • Welche Viskosität und welche Medienfreigabe sind einzuhalten?
  • Reicht eine Mengenanzeige oder werden Vorwahl und Dokumentation benötigt?
  • Sollen Befülldaten einer Maschine oder Bedienperson zugeordnet werden?


FLACO-Systeme passend zum Fluidprozess auswählen


Ein Fluid Management System muss die konkrete Aufgabe an der Maschine abbilden. Für wassermischbare KSS stehen Mischungsverhältnis und Nachfüllmenge im Vordergrund. Bei Maschinenölen geht es um eine kontrollierte Abgabe oder einen vollständigen Ölwechsel. Mobilität, Versorgungsanschlüsse und Datenausstattung bestimmen anschließend die passende Ausführung.

FLACO stimmt Systemtyp, Förderleistung, Reichweite und Dokumentationsfunktionen auf das Medium und die vorhandene Infrastruktur ab. Anforderungen außerhalb der Serienausführungen können auf Basis des modularen FLACO-Baukastens als individuelle Lösung geprüft werden.

Sie möchten KSS oder Maschinenöl kontrolliert bereitstellen und den manuellen Aufwand im Maschinenpark reduzieren? FLACO prüft Ihre Anwendung und grenzt die erforderlichen Misch-, Befüll-, Absaug- und Dokumentationsfunktionen klar voneinander ab.

FLACO-Systemlösung anfragen

FAQ zu Fluid-Dosiertechnik und Fluid Management Systemen

Kann dasselbe Fluid-Dosiersystem für KSS und Maschinenöl eingesetzt werden?

KSS-Systeme dosieren Wasser und Konzentrat und stellen daraus eine Emulsion her. FLACOlube fördert gebrauchsfertige Maschinenöle. Die Geräte erfüllen unterschiedliche Funktionen und besitzen jeweils festgelegte Medienfreigaben. Maßgeblich sind immer die technischen Angaben der konkreten Ausführung.

Welches mobile Fluidsystem benötigt keinen Wasseranschluss an der Werkzeugmaschine?

FLACO KSS 200/60 führt Wasser und KSS-Konzentrat auf dem Fahrgestell mit. Am Befüllort wird deshalb kein Wasseranschluss benötigt. FLACOlube arbeitet ebenfalls mobil, fördert jedoch gebrauchsfertiges Maschinenöl und besitzt keine KSS-Mischfunktion.

Wann ist FLACOfluid PS/200 geeigneter als FLACOlube?

FLACOfluid PS/200 eignet sich für Aufgaben, bei denen geeignetes Hydraulik- oder Schmieröl abgesaugt und eingefüllt werden soll. FLACOlube übernimmt die kontrollierte Abgabe von Frischöl und bietet in der pro-Ausführung Mengenvorwahl und Dokumentation.

Warum muss die Ölviskosität vor der Geräteauswahl bekannt sein?

Die Viskosität beeinflusst das Fließverhalten, die Eignung der Pumpe und die erreichbare Förderleistung. FLACOlube und FLACOfluid PS/200 besitzen unterschiedliche freigegebene Viskositätsbereiche. Die Medienangaben müssen deshalb vor dem Einsatz mit der Gerätespezifikation abgeglichen werden.

Welche FLACO-Systeme können Befülldaten einer Maschine zuordnen?

Entsprechend konfigurierte KSS-Systeme der pro- und max-Ausführungen können Maschine und Bedienperson zusammen mit Befülldaten speichern. FLACOlube pro kann Abgabemenge, Datum, Uhrzeit, Bedienperson, Maschine und Ölsorte dokumentieren. Die Ausgabe erfolgt jeweils im CSV-Format über USB.

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