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Stationäre KSS-Mischanlagen: Wann ein fester Mischpunkt passt und wann mobile Systeme mehr Vorteile bieten

Auf dem Hallenplan wirkt eine zentrale KSS-Mischanlage zunächst überzeugend: Wasser und Kühlschmierstoff-Konzentrat werden an einem festen Ort zusammengeführt, die Emulsion steht kontrolliert bereit und alle dazugehörigen Arbeitsschritte lassen sich an einer Versorgungsstation bündeln. Im laufenden Betrieb beginnt nach dem Mischen jedoch ein zweiter Prozess. Der fertige Kühlschmierstoff muss zu den einzelnen Werkzeugmaschinen gelangen.

Bei einer kompakten Maschinengruppe kann dieser Weg kurz und gut organisiert sein. In weitläufigen Produktionshallen entstehen zusätzliche Laufwege, Transportvorgänge und Zwischenbehälter. Wechselnde Sollkonzentrationen, schwer zugängliche Maschinentanks oder spätere Veränderungen des Hallenlayouts erhöhen den Aufwand weiter.

FLACO bietet deshalb stationäre und mobile Misch- und Dosiersysteme für wassermischbare Kühlschmierstoffe an. Die stationäre KSS-MS pro schafft einen festen Mischpunkt für klar abgegrenzte Versorgungsbereiche. Mobile Baureihen bringen Wasser und Konzentrat oder das Konzentrat mit Anschluss an das Hallenwassernetz direkt zur Maschine. Welche Variante besser passt, ergibt sich aus der Verteilung der Werkzeugmaschinen, der vorhandenen Infrastruktur und dem tatsächlichen Ablauf beim Nachfüllen.

Erfahren Sie im persönlichen Gespräch, welches KSS-Versorgungskonzept zu Ihrem Maschinenpark und Ihren betrieblichen Wegen passt.

KSS-Versorgung im Betrieb prüfen lassen

Was leistet eine stationäre KSS-Mischanlage?

Eine stationäre KSS-Mischanlage bereitet Kühlschmierstoff an einem dauerhaft festgelegten Standort auf. Sie führt Wasser und ein wassermischbares KSS-Konzentrat kontrolliert zusammen und gibt die fertige Emulsion über einen Abgabeschlauch aus. Der Standort benötigt eine geeignete Wasser- und Stromversorgung sowie ausreichend Platz für das Konzentratgebinde und die erforderliche Rückhalteeinrichtung.

Das Prinzip eignet sich für Betriebe, die einen zentralen Versorgungsbereich dauerhaft beibehalten. Mitarbeitende können dort Kanister, Befüllwagen oder erreichbare Maschinentanks versorgen. Die Mischtechnik bleibt an ihrem Platz. Behälter, Schläuche oder die fertige Emulsion bewegen sich anschließend zu den Maschinen.

Der Vorteil liegt in der Bündelung der Misch- und Dokumentationsvorgänge. Die Reichweite des Gesamtsystems endet allerdings nicht am Abgabeschlauch. Zu bewerten ist auch, wie die Emulsion von der Station zum jeweiligen Tank gelangt. Diese Wegstrecke bestimmt den personellen und logistischen Aufwand wesentlich mit.

Unter welchen Bedingungen passt ein stationärer Mischpunkt?

Die Größe des Unternehmens liefert allein keine belastbare Entscheidungsgrundlage. Ein weitläufiger Großbetrieb kann stärker von mobilen Geräten profitieren als eine kleinere Fertigung mit einem kompakten Maschinenblock. Für eine stationäre Lösung sprechen vor allem konkrete räumliche und organisatorische Bedingungen:

  • Die zu versorgenden Werkzeugmaschinen stehen dauerhaft in einem eng begrenzten Bereich.
  • Wasseranschluss, Stromversorgung und geeigneter Aufstellplatz liegen am vorgesehenen Mischpunkt vor.
  • Die Maschinentanks lassen sich direkt über den Abgabeschlauch oder mit kurzen Transportwegen erreichen.
  • Der innerbetriebliche Umgang mit Kanistern oder Befüllwagen ist klar geregelt.
  • Größere Veränderungen des Hallenlayouts sind derzeit nicht vorgesehen.

Je weiter die Maschinen voneinander entfernt stehen, desto stärker verschiebt sich der Arbeitsaufwand vom Mischen auf das Verteilen. Zusätzliche Hallenbereiche, verschiedene Stockwerke oder regelmäßig umgestellte Fertigungszellen sprechen häufig für ein bewegliches Versorgungskonzept.

Die stationäre FLACO KSS-MS pro im Überblick

Die FLACO KSS-MS pro ist für die Wandmontage an einem festen Versorgungsplatz ausgelegt. Sie mischt wassermischbares KSS-Konzentrat mit Wasser und stellt die fertige Emulsion zur Befüllung bereit. Die Grundausführung lässt sich abhängig von der Aufstellsituation um weitere Komponenten ergänzen.

Geregeltes Mischen und Dosieren

Die elektronische Steuerung ermöglicht die Einstellung der gewünschten Konzentration, die Vorwahl einer Abgabemenge und die Anzeige der tatsächlich ausgegebenen Menge. Zwei Messkammern erfassen den Dosierprozess. Eine regelbare Zahnradpumpe führt das Konzentrat entsprechend der Steuerung zu.

Die Abgabe erfolgt über einen Schlauch mit Automatik-Zapfventil. Die Venturi-Abschaltung beendet den Medienfluss, sobald der vorgesehene Füllstand am Zapfventil erreicht ist. Für eine zuverlässige Funktion müssen Zapfventil, Tanköffnung und gegebenenfalls ein passender Maschinenadapter aufeinander abgestimmt sein.

Die konkret nutzbaren Konzentrations- und Viskositätsbereiche richten sich nach der aktuellen Geräteausführung und dem eingesetzten KSS-Konzentrat. Diese Werte müssen vor der Konfiguration anhand der freigegebenen technischen Produktdaten geprüft werden.

Aufstellung und Dokumentationsfunktion

Für die KSS-MS pro stehen unterschiedliche Aufstellvarianten zur Verfügung. Neben der Wandmontage kann die Station mit einer Schlauchtrommel ausgestattet werden. Eine Ausführung mit Rückwand und Auffangwanne schafft einen zusammenhängenden Versorgungsplatz für Mischtechnik und Konzentratgebinde.

Die Dokumentationsfunktion erfasst je nach Konfiguration automatisch Datum, Uhrzeit, ausgegebene Menge und Konzentration des Nachfüllvorgangs. Weitere Angaben wie pH-Wert, Nitrit, Nitrat, Ist-Konzentration, Bedienernummer und Maschinenzuordnung können hinterlegt werden. Die gespeicherten Daten lassen sich über eine USB-Schnittstelle im CSV-Format ausgeben.

Damit unterstützt die KSS-MS pro die betriebliche Dokumentation nach TRGS 611 und DGUV Regel 109-003. Messungen, Prüfintervalle, Gefährdungsbeurteilung und organisatorische Vorgaben bleiben Aufgaben des Betreibers.


Die Verteilung nach dem Mischen bestimmt den Gesamtaufwand

Eine zentrale Station standardisiert die Herstellung der Emulsion. Sie verkürzt allerdings nur dann den gesamten Befüllprozess, wenn die Maschinen mit vertretbarem Aufwand erreichbar sind. Muss das Personal gefüllte Behälter über längere Strecken bewegen, entstehen zwischen Mischstation und Maschinentank neue Arbeitsschritte.

Auch eine Schlauchtrommel besitzt einen begrenzten Aktionsradius. Sie kann Maschinen im näheren Umfeld erreichen und den Einsatz separater Transportbehälter reduzieren. Über mehrere Maschinenbereiche oder Hallen hinweg bleibt ein zusätzliches Verteilkonzept erforderlich.

Unterschiedliche Nachfüllkonzentrationen erhöhen die Anforderungen. Vor jeder Abgabe muss klar sein, welche Maschine welchen Kühlschmierstoff und welche Einstellung benötigt. Werden mehrere KSS-Konzentrate eingesetzt, kommen die sichere Zuordnung der Gebinde und die Vermeidung unerwünschter Medienvermischungen hinzu.

Bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung reicht der Kaufpreis der Mischanlage daher kaum aus. Laufwege, Transportzeit, verfügbare Mitarbeitende, Zwischenbehälter, Tankzugänglichkeit und spätere Änderungen des Maschinenparks gehören ebenfalls in die Bewertung.


Warum mobile KSS-Systeme häufig besser zum Maschinenpark passen

Mobile Misch- und Dosiersysteme verlagern den Mischvorgang unmittelbar an den Maschinentank. Das Personal fährt das Gerät zum Einsatzort, stellt die für den Nachfüllvorgang benötigte Konzentration ein und gibt die Emulsion direkt ab. Der separate Transport bereits angemischten Kühlschmierstoffs in Kanistern oder offenen Behältern entfällt.

Diese Arbeitsweise eignet sich für verteilte Werkzeugmaschinen, längere Hallenwege und wechselnde Einsatzorte. Auch neue Maschinen lassen sich versorgen, ohne dass der Betrieb zuerst einen zusätzlichen stationären Mischpunkt einrichten muss.


Mobile Versorgung mit eigenem Wasservorrat

Die FLACO-Baureihen KSS 200/60 eco, pro und max führen Wasser und KSS-Konzentrat auf dem Fahrgestell mit. Dadurch können sie auch Maschinen erreichen, an deren Standort kein geeigneter Wasseranschluss vorhanden ist. Die Energieversorgung erfolgt über einen Akku, sodass während des Befüllens kein stationärer Stromanschluss benötigt wird.

Das eco-Modell deckt die grundlegenden Funktionen des kontrollierten Mischens und Befüllens ab. Die pro-Ausführung ergänzt die Erfassung und Ausgabe prozessbezogener Daten. Die max-Baureihe ist für einen höheren betrieblichen Leistungsbedarf ausgelegt. Die konkrete Auswahl hängt von Nachfüllmenge, Einsatzhäufigkeit und gewünschter Dokumentation ab.

Mobile Versorgung mit Anschluss an das Wassernetz

In Hallen mit gut verteilten Wasseranschlüssen bieten die mobilen ST- und 2ST-Systeme einen weiteren Ansatz. Das Gerät transportiert das KSS-Konzentrat zur Maschine und nutzt die Wasserversorgung am jeweiligen Einsatzbereich. Eine integrierte Schlauchführung verbindet das Gerät mit dem Anschluss.

Die 2ST-Ausführung besitzt eine zusätzliche Schlauchtrommel für die Medienabgabe. Dadurch kann das Gerät an einer geeigneten Position stehen bleiben, während der Abgabeschlauch zum Maschinentank geführt wird. Dieses Prinzip verbindet einen vorhandenen Wasseranschluss mit der Beweglichkeit eines fahrbaren Systems.

Stationäre und mobile KSS-Mischsysteme im direkten Vergleich

Die folgende Auswahlhilfe betrachtet den betrieblichen Ablauf. Technische Leistungswerte werden anschließend für das ausgewählte Gerät anhand der aktuellen Produktdaten festgelegt.

Hier zur Tabelle

Ein stationäres System eignet sich damit vor allem für räumlich stabile Versorgungszonen. Mit wachsender Entfernung, zunehmender Maschinenzahl und häufigeren Veränderungen gewinnt die mobile Bereitstellung an praktischem Nutzen.

Mobile Versorgung als Grundkonzept mit stationärer Ergänzung

In größeren Fertigungsbetrieben muss die Entscheidung nicht einheitlich für die gesamte Halle ausfallen. Ein mobiles System kann den überwiegenden Teil des Maschinenparks versorgen. Die KSS-MS pro ergänzt diese Struktur in einem kompakten Bereich, in dem mehrere Maschinen dauerhaft nahe beieinanderstehen.

Dieses Verhältnis hält die Versorgung anpassungsfähig. Entfernte oder neu aufgestellte Maschinen werden mobil erreicht. Für einen stabilen Maschinenblock steht gleichzeitig ein fester Mischpunkt zur Verfügung. Zusätzliche stationäre Leitungen werden nur dort eingeplant, wo ihre Position langfristig sinnvoll bleibt.

Vor der Systemauswahl betrachtet FLACO deshalb den gesamten Nachfüllprozess: Standorte und Anzahl der Maschinen, täglicher Bedarf, eingesetzte KSS-Konzentrate, vorhandene Wasseranschlüsse, Tankzugänge, Laufwege und gewünschte Datenerfassung. Aus diesen Angaben entsteht ein Versorgungskonzept, das zur realen Fertigungsstruktur passt.

Passendes KSS-Versorgungskonzept ermitteln

Häufig gestellte Fragen zu stationären und mobilen KSS-Mischanlagen

Welche Angaben benötigt FLACO für die Auslegung eines KSS-Versorgungssystems?

Benötigt werden unter anderem Maschinenstandorte, Nachfüllmengen, verwendete KSS-Konzentrate, Tankzugänge, Wasseranschlüsse, Laufwege und Anforderungen an die Dokumentation. Diese Daten zeigen, ob ein stationärer Mischpunkt, ein mobiles Gerät oder eine Kombination geeignet ist.

Kann ein FLACO-System für mehrere KSS-Konzentrate verwendet werden?

Die technische Eignung hängt von den verwendeten Konzentraten, ihrer Verträglichkeit und den erforderlichen Reinigungs- oder Spülvorgängen ab. Bei häufigen Medienwechseln können getrennte Geräte oder klar zugeordnete Versorgungssysteme sinnvoll sein.

Wie lassen sich schwer zugängliche Maschinentanks befüllen?

Die Auswahl der Schlauchführung, des Zapfventils und eines passenden Maschinenadapters richtet sich nach Tanköffnung und Einbausituation. Mobile Systeme können direkt an die Maschine gefahren werden. Eine zusätzliche Schlauchtrommel erweitert den Arbeitsbereich.

Benötigt ein mobiles KSS-Mischgerät während der Abgabe einen Stromanschluss?

Die akkubetriebenen mobilen FLACO-Systeme arbeiten während des Befüllvorgangs ohne stationären Stromanschluss. Modelle mit eigenem Wasservorrat benötigen am Einsatzort auch keinen Wasseranschluss. ST-Systeme werden vor Ort mit dem Hallenwassernetz verbunden.

Welche Infrastruktur benötigt die stationäre KSS-MS pro?

Erforderlich sind ein geeigneter Aufstellplatz sowie eine passende Wasser- und Stromversorgung. Der Anschluss an das Wassernetz muss mit der notwendigen Systemtrennung geplant werden. Anforderungen an Auffangwanne und Rückhaltung richten sich nach Medium, Gebinde und betrieblicher Aufstellsituation.

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