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In unseren Blogartikeln informieren wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten und Produktinnovationen von FLACO – und halten Sie darüber auf dem Laufenden.

Mobile vs. stationäre KSS-Geräte: Wann lohnt sich eine mobile Lösung, und welche passt in Ihren Betrieb?

Eine KSS-Versorgung funktioniert dann gut, wenn die benötigte Emulsion in der richtigen Konzentration zuverlässig am Maschinentank ankommt. Zwischen dem Anmischen und dem Nachfüllen liegen jedoch oft mehrere Arbeitsschritte: Konzentrat und Wasser bereitstellen, Mischungsverhältnis einstellen, Emulsion zur Maschine transportieren, Tank befüllen und Prozessdaten dokumentieren.

Eine stationäre Mischstation bündelt das Anmischen an einem festen Ort. Anschließend muss die fertige Emulsion über einen Schlauch, in Kanistern oder mit einem Befüllwagen zu den Werkzeugmaschinen gelangen. Mobile KSS-Geräte verlagern den Misch- und Dosiervorgang direkt an den Maschinentank. Dadurch verändern sich Laufwege, Transportaufwand und die Anforderungen an Wasser- und Stromanschlüsse.

Für die Auswahl zählen die Verteilung der Maschinen, der tägliche Nachfüllbedarf, die vorhandene Wasserversorgung, unterschiedliche Zielkonzentrationen und die gewünschte Datenerfassung. FLACO bietet dafür mobile Misch- und Dosiersysteme sowie die stationäre KSS-MS pro. Die Geräte lassen sich auf kompakte Maschinenzonen, weitläufige Hallen und wechselnde Produktionsstrukturen abstimmen.

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Mobile Misch- und Dosiersysteme vs. stationäre Mischstation: Welches Prinzip gewinnt in Ihrer Halle?

In der modernen Fertigung stehen sich bei der KSS-Versorgung zwei grundlegende Philosophien gegenüber und FLACO bedient beide aus einer Hand:

  • Die mobilen Misch- und Dosiersysteme: Sie bringen das Medium direkt dorthin, wo die Späne fallen, ohne Umwege, direkt an die Maschinentanks.
  • Die stationäre Mischstation: Sie etabliert einen festen, hochpräzisen Anlaufpunkt im Hallenlayout, an dem größere Mengen KSS im laufenden Betrieb angemischt und abgeholt werden.

Bevor wir prüfen, welches Modell Ihren Fertigungsalltag spürbar beschleunigt, werfen wir einen Blick auf die technischen Fakten und Einsatzszenarien.

Mobile Systeme: eco, pro, max und ST (Das Prinzip „Boxenstopp an der Maschine“)

Stellen Sie sich vor, der Werker muss für jeden Nachfüllvorgang quer durch die Halle laufen. Die mobilen FLACO-Geräte drehen diesen Spieß um: Sie machen die KSS-Versorgung zum schnellen Boxenstopp direkt am Maschinentank. Je nach Schichtmodell und Halleninfrastruktur bieten sie unterschiedliche Autarkie-Level:

  • eco- & pro-Serie (Vollständig autark): Führen 200 Liter Wasser und 60 Liter Konzentrat direkt an Bord mit. Angetrieben von robuster AGM-Akkutechnik arbeiten sie völlig unabhängig von Steckdosen oder Wasserhähnen. Das Ergebnis: Bis zu 400 Liter perfekt gemischte Emulsion pro Ladung bei einer Abgabe von bis zu 15 l/min.
  • max-Serie (Der Ausdauer-Athlet): Ausgestattet mit langlebigen LiFePO4-Akkus und einer extrem kurzen Ladezeit von nur 1,5 Stunden. Mit bis zu 1.600 Litern Emulsion pro Akkuladung ist sie das Kraftpaket für den rauen Mehrschichtbetrieb.
  • ST- & 2ST-Serie (Das Power-Hybrid): Führt nur das Konzentrat mit und dockt vor Ort über eine Schlauchtrommel direkt an das Hallenwassernetz an. Das sorgt für maximale Performance von bis zu 22 l/min und Gesamtdurchsätze von bis zu 3.000 Litern. Der kleine Kompromiss: Das Gerät ist nicht mehr vollkommen frei beweglich, sondern auf einen Wasseranschluss in Reichweite angewiesen.

Der rote Faden aller mobilen Helfer: Die Konzentration lässt sich digital exakt zwischen 1 und 9,9 % einstellen. Ein automatisches Zapfventil schützt verlässlich vor Überlaufen – und ab der pro-Serie übernimmt das Gerät die gesetzlich geforderte Dokumentation nach TRGS 611 und DGUV Regel 109-003 komplett von allein. Besonders praxisnah: Das System gibt den Nachfüllvorgang erst frei, nachdem der Bediener die aktuellen Messwerte (pH-Wert, Nitrit, Ist-Konzentration) erfasst hat. Das garantiert bestandssichere Audits ohne Lücken.

Stationäre Lösung: FLACO KSS-MS pro (Das Prinzip „Zentrale Tankstelle“)

Die KSS-MS pro ist die feste Heimatbasis Ihrer KSS-Logistik. Hier wandert nicht das Gerät zur Maschine, sondern der Kanister oder Befüllwagen zur Station. Statt kompakter Tanks an Bord greift sie auf einen deutlich größeren Vorrat zu: Eine Zahnradpumpe fördert das Konzentrat über eine Sauglanze aus einem 200-Liter-Gebinde.

  • Mischpräzision ohne Experimente: Ein Zwei-Messkammern-System regelt den Dosierprozess permanent. Die Konzentration lässt sich zwischen 1 und 9,9 % einstellen, abhängig von der Viskosität des Konzentrats (Einsatzbereich 90 bis 280 mm²/s) und der Wasserversorgung. Für die saubere Abgabe sorgt ein Automatik-Zapfventil mit Venturi-Abschaltung.
  • Abgabeleistung: Rund 15 bis 20 Liter pro Minute, vorausgesetzt am Schlauchanschluss liegen mindestens 35 Liter pro Minute Durchflussmenge bei 3 bis 4 bar statischem Druck an.
  • Flexibler Aufbau nach Maß: Von der kompakten Wandmontage mit festem 2,5-Meter-Schlauch über eine Variante mit 15-Meter-Schlauchtrommel für mehr Reichweite bis zum Komplettset mit zusätzlicher Rückwand und zertifizierter 200-Liter-Auffangwanne – die Ausbaustufe lässt sich passend zum Arbeitsbereich wählen.
  • Die Infrastruktur: Ein fester Wasseranschluss sowie 230 V Strom vor Ort genügen. Wie bei den mobilen Profis ist die Protokollierung nach TRGS 611 und DGUV Regel 109-003 fest integriert: Datum, Uhrzeit, nachgefüllte Menge und Konzentration werden automatisch erfasst, pH-Wert, Nitrat, Nitrit, Ist-Konzentration vor dem Nachfüllen, Bedienernummer und Maschinenzuordnung lassen sich zusätzlich dokumentieren.

Welches Versorgungskonzept passt zu Ihrem Fertigungsablauf?

Auf den ersten Blick ähneln sich das mobile ST-Gerät und die stationäre MS pro, da beide an das Hallenwassernetz angeschlossen werden. Der eigentliche Unterschied liegt jedoch in den Prozesswegen Ihrer Belegschaft.

Beim ST-Gerät wandert das Konzentrat direkt zur Maschine: Der Mitarbeiter rollt das System zum Maschinentank und schließt es vor Ort an die nächste Wasserstelle an. Bei der KSS-MS pro ist es umgekehrt, hier bewegen sich Mitarbeiter oder Gebinde zur fest installierten Station, um KSS über Kanister, Befüllwagen oder die Schlauchtrommel aufzunehmen.

Daraus ergibt sich eine einfache Faustregel: Wandert die Versorgung zur Maschine, ist ein mobiles System die richtige Wahl. Wandern hingegen Kanister oder dichte Maschinengruppen zur zentralen Versorgungsinsel, spielt die stationäre Lösung ihre Stärken aus.

Mobile KSS-Mischsysteme für flexible Fertigungsprozesse

Mobile Einheiten sind die flexiblen Allrounder für dynamische Hallenstrukturen. Ihre Stärken spielen sie vor allem in folgenden Szenarien aus:

  • Weitläufige Hallen & verteilte Maschinenparks: Ideal, wenn kein flächendeckendes Wassernetz vorhanden ist.
  • Agile Fertigungslayouts: Perfekt für Betriebe, deren Fertigungsstraßen regelmäßig umgebaut oder erweitert werden.
  • Wechselnde KSS-Spezifikationen: Der größte Praxisvorteil! Jede Maschine erhält punktgenau ihre digital hinterlegte Zielkonzentration, passend zum jeweiligen Werkstoff und Bearbeitungsverfahren, ganz ohne Umbau oder Abstimmung mit der Nachbarmaschine.

Warum immer mehr Betriebe von starren Ringleitungen auf eine agile Punkt-zu-Punkt-Versorgung umsteigen, erfahren Sie in unserem Artikel zur KSS-Infrastruktur.

KSS-MS pro: Die richtige Lösung für zentrale Versorgungsbereiche

Die MS pro spielt ihre Stärken in strukturierten Zonen aus. Sie ist die richtige Wahl, wenn:

  • Maschinenblöcke nah beieinanderstehen, zum Beispiel rund um eine zentrale Werkzeugausgabe.
  • Seltenere Gebindewechsel gewünscht sind: Ein 200-Liter-Fass muss deutlich seltener getauscht werden als der 60-Liter-Bordbehälter eines mobilen Geräts.
  • Ein fester Prozessanker gewünscht ist: Neue Mitarbeiter lernen einen festen Ort für das KSS-Handling kennen, was die Einarbeitung erleichtert.
  • Eine überschaubare Einstiegsinvestition zählt: Die einfache Wandmontage-Variante ist bereits ab rund 3.300 Euro netto erhältlich.

Rechtliche und bauliche Voraussetzungen im Vergleich

Wer KSS-Mischtechnik in der Halle installiert, will vor allem eines: verlässliche Prozesse ohne bürokratische Stolperfallen. Sobald eine Anlage mit dem Trinkwassernetz verbunden wird, egal ob die flexible ST-Serie oder die feste MS pro –, fordert der Gesetzgeber einen Systemtrenner nach DIN EN 1717. Dieser verhindert effektiv, dass KSS-Gemisch bei Druckschwankungen ins Trinkwasser zurückfließt. FLACO nimmt Ihnen diese Sorge ab und integriert die zertifizierte Sicherheitstechnik bereits ab Werk.

Der Check der baulichen Voraussetzungen auf einen Blick:

  • Systemtrenner (DIN EN 1717): Pflicht bei der stationären KSS-MS pro sowie bei mobilen Geräten mit Leitungsanschluss (ST-Serie).
  • Bauliche Maßnahmen & Auffangwannen: Mobile Einheiten erfordern meist keine baulichen Veränderungen am Einsatzort. Bei der KSS-MS pro ist die Auffangwanne nur im Komplettset mit Rückwand enthalten. Sowohl die Solo-Wandmontage als auch die Zwischenstufe mit 15-Meter-Schlauchtrommel werden ohne Wanne ausgeliefert und sind separat zu prüfen.
  • Anschlussbedarf vor Ort: Mobile Systeme begnügen sich je nach Modell mit einer Steckdose zum Aufladen (plus Wasseranschluss bei der ST-Serie). Die stationäre MS pro benötigt einen festen 230-V-Strom- und Wasseranschluss direkt vor Ort.

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Kostenvergleich: Mobile oder stationäre KSS-Versorgung?

Der Blick auf die Zahlen zeigt zwei unterschiedliche Rechenmodelle, je nachdem, wo in Ihrem Betrieb die größten Hebel für Kostenersparnisse liegen:

  • Stationär (KSS-MS pro): Je nach Ausbaustufe zwischen rund 3.300 Euro netto für die einfache Wandmontage und rund 5.300 Euro netto für das Komplettset mit Auffangwanne, zuzüglich der einmaligen Installation von Wasser- und Stromleitungen, sofern noch nicht vorhanden.
  • Mobil (eco, pro, max, ST): Je nach Serie zwischen rund 4.250 Euro netto für die eco-Variante und rund 6.875 Euro netto für die leistungsstärkste 2ST-max-Ausführung, dafür entfällt jeglicher Montageaufwand: Auspacken, aufladen, losfahren. Der Nutzen rechnet sich hier vor allem über eingesparte Wegzeiten der Mitarbeiter und die Vermeidung von Maschinenstillständen durch falsch angesetzte Mischungen.

Damit ist die günstigste stationäre Variante günstiger als jedes mobile Gerät, während sich die oberen Preislagen beider Wege deutlich annähern. Der Kaufpreis allein entscheidet also seltener über die Wahl als die Frage, ob vor Ort noch ein fester Wasser- und Stromanschluss fehlt.

Hier zur Tabelle

Die FLACO-Entscheidungsmatrix

Die Wahl zwischen mobil und stationär ist keine Frage des Bauchgefühls, sondern folgt einer klaren Logik. Stellen Sie sich für die richtige Entscheidung einfach drei Fragen:

  • Weg-Logistik: Bringt der Werker das Medium direkt zur Maschine, oder bringt er das Gefäß zur zentralen Station?
  • Hallenlayout: Stehen Ihre Maschinen für die nächsten Jahre fest verankert, oder verändert sich Ihre Fertigung regelmäßig und dynamisch?
  • Produktvielfalt: Benötigen Sie an unterschiedlichen Maschinen variabel einstellbare KSS-Mischverhältnisse?


Die Praxis-Lösung: Der hybride Mix 

Beide Wege schließen sich übrigens nicht aus, ganz im Gegenteil: Eine mögliche Lösung ist die Kombination zweier Welten. Die KSS-MS pro versorgt als zentraler Anlaufpunkt den Hauptteil des Maschinenparks, während ein mobiles ST- oder max-Gerät abgelegene Hallenbereiche oder neu hinzugekommene Maschinen ohne festen Wasseranschluss flexibel abdeckt.

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FAQ zu mobilen und stationären KSS-Geräten

Kann ich mobile und stationäre KSS-Geräte kombinieren?

Ja. Eine stationäre KSS-MS pro für den Hauptteil des Maschinenparks lässt sich mit mobilen Geräten für flexible Außenbereiche kombinieren, da beide Systeme unabhängig voneinander arbeiten.

Brauche ich auch für ein mobiles ST-Gerät einen Systemtrenner?

Ja. Sobald ein Gerät, mobil oder stationär, direkt an das Trinkwassernetz angeschlossen wird, auch nur temporär per Schlauch, schreibt die DIN EN 1717 einen Systemtrenner vor, der das Trinkwasser vor Rückfluss schützt.

Was kostet eine stationäre KSS-Mischstation im Vergleich zu einem mobilen Gerät?

Die stationäre KSS-MS pro liegt je nach Ausbaustufe zwischen rund 3.300 und 5.300 Euro netto, mobile Geräte je nach Serie zwischen rund 4.250 und 6.875 Euro netto. Die einfachste stationäre Variante ist damit insgesamt die günstigste Einstiegsoption, sofern Wasser- und Stromanschluss vor Ort bereits vorhanden sind.

Lässt sich eine mobile Lösung später um eine stationäre Station erweitern?

Ja. Da mobile und stationäre FLACO-Systeme unabhängig voneinander arbeiten und denselben Standards bei Mischgenauigkeit und Dokumentation nach TRGS 611 und DGUV Regel 109-003 folgen, lässt sich die Infrastruktur jederzeit Schritt für Schritt ausbauen.

Welches System eignet sich für Betriebe mit häufig wechselndem Hallenlayout?

Hier spielen mobile Geräte, insbesondere eco, pro und max, ihre Stärken aus. Sie ziehen ohne Installationsaufwand oder Leitungsverlegung einfach mit der neuen Fertigungsstruktur mit.

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